Reichsprogromnacht in Menden

Reichsprogromnacht Menden

Friedensbotschaften des 4. Jahrgangs zum Gedenktag der Reichspogromnacht
Anne-Frank-Schule – am „Ort des Erinnerns“, Hochstraße Menden

Am 9. November 2025 lud die neu gewählte Bürgermeisterin Manuela Schmidt zu einem stillen Gedenken an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden.
Der Gedenkort, die Stelle der ehemaligen Mendener Synagoge, macht die Bedeutung dieses Tages besonders spürbar. Auch in Menden brannten in der Reichspogromnacht 1938 die Synagogen, wie überall im Land.

Unser Beitrag der Erinnerung:

Die Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Schule durften einen wichtigen Teil dieses Gedenkens übernehmen.
Nach der Begrüßung durch die Bürgermeisterin lasen vier Schülerinnen und ein Schüler klar und ruhig die Namen der jüdischen Menschen aus Menden vor, die Opfer des Holocaust wurden oder ihre Heimat aus Angst vor den Nationalsozialisten verlassen mussten.

Durch das laute Aussprechen jedes einzelnen Namens bleiben diese Menschen in Erinnerung und zugleich wird ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt gesetzt.

Botschaften der Menschlichkeit – inspiriert von Anne Franks unerschütterlichem Glauben an das Gute im Menschen

An den Erinnerungsstelen, auf denen die Namen der Ermordeten verzeichnet sind, trugen die Kinder ihre ganz klaren, ganz einfachen Botschaften des Friedens, der Hoffnung und der Menschlichkeit vor. 

  • Ich respektiere DICH. – Wir respektieren UNS.

  • Ich sage MEINE Meinung. – Wir sagen UNSERE Meinung.

  • Ich schaue genau hin. – Wir schauen GEMEINSAM genau hin.

HINSCHAUEN und HANDELN.
Augen auf – heute, morgen, immer.
Jeder Mensch – DU und ICH – WIR – sind unendlich wertvoll.

Gemeinsam mit ihren Eltern und allen Anwesenden verweilten die Kinder anschließend in Stille am Gedenkstein, vor dem die Bürgermeisterin einen Kranz niedergelegt hatte.

„Wie wunderbar ist es, dass niemand auch nur einen Augenblick warten muss, um die Welt langsam zu verändern.“
– Anne Frank